Einladung an die Waghalsigen

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„An manchen Stellen im Land hatte man schwarze Röhren in den Boden gebohrt, aus denen schmale graue Rauchschwaden aufstiegen. Fördergerüste standen bewegungslos, unmöglich, ihre genaue Lage zu bestimmten. Nur in unserer Fremdartigkeit wurden wir zu Verbündeten der Landschaft.“

Dorothee Elmiger erzählt in ihrem Roman Einladung an die Waghalsigen die Geschichte zweier Schwestern, die in einem verwüsteten Kohlebrandgebiet aufgewachsen sind. Im Kohlebrandgebiet wurde vor der Geburt der beiden Protagonistinnen Kohle abgebaut, bis ein Brand in den Bergwerksstollen ausbrach, der das Land für die meisten unbewohnbar machte: Giftige Dämpfe und dunkle Kohlestaubwolken schweben in die Luft, ausgetrocknete Erde mit eingebrochenen Erdspalten und verlassenen Häuser bilden die Landschaft. Die Erfahrung einer unverwüsteten Welt kennen die beiden Protagonistinnen nur aus enzyklopädischen Sachbüchern und Reiseberichten. Darin lesen sie von einem Fluss, der einmal in Kohlebrandgebiet gefunden wurde. Sie begeben sich in dem lebensfeindlichen Gebiet auf die Suche dem, was von diesen Beschreibung beshrieben wird.

Eine klassische Abenteuergeschichte, die postmodern erzählt wird; ein nach seinem Erscheinen mit zahlreichen Preisen ausgezeichneter Roman.