Der Traum. Fragmente zur Theorie und Technik der Traumdeutung.

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»Daß ein Traum erinnert wird, ist niemals zufällig. Und es ist auch nicht zufällig oder gleichgültig, ob ein Traum und wem ein Traum erzählt wird. Ein Traum kann vom Träumer als belanglos oder bedeutungsvoll beurteilt werden. Seine Beurteilung entspricht dem, was er bewusst mit seinem Traum erlebt.
Was er unbewußt durch seinen Traum erlebt, steht in direktem Zusammenhang mit den Begleitumständen des Erinnerns, Erzählens und Vergessens. Das Vergessen kann im Durcharbeiten eines Widerstandes aufgehoben werden. Das Verdrängte wird dann wiederholt, es wird agiert. Auch der Traum ordnet sich den Gesetzmäßigkeiten des Erlebens unter.
Die Erweiterung meiner Auffassung vom Traum und von der Traumdeutung betrifft also das Erleben des Träumers und aller, die mit diesem Traum konfrontiert werden. Es handelt sich um eine Psychologie des Erlebens, mit der ich die Traumlehre, die sich bisher als eine Psychologie des Erinnerns, Assoziierens und Verstehens ausgab, erweitere.«