Reisebilder aus dem romantischen Deutschland

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»Jacobi ist ein langer, schmaler magerer Greis mit einem schönen Profil, milder Physiognomie und kahlem Scheitel, zierlich in seiner Tracht und seiner ganzen äußeren Umgebung, etwas zeremoniell in seinem Wesen, ein philosophierender Hofmann; von Charakter gutherzig und freundlich, aber schwankend, leicht beweglich, schwach, teils aus ursprünglichem Mangel an Selbstständigkeit, teils aus Alter und Eitelkeit. Im Umgang spirituell und urban, ist er recht angenehm, wenn man in in gute Laune zu setzen versteht. Schelling und er gehen jetzt niemals mehr miteinander um, Jacobi erwähnt nicht einmal gerne des ersteren Namen; gleichwohl sind beide tolerant gegenüber ihren Bekannten, die zum großen Teil in beiden Häusern verkehren; bei Jacobi ist diese Urbanität, bei Schelling Gleichgültigkeit. «