Die Feierabend-Diät

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Stressalarm! Fettalarm!

Georges Batailles Prinzip der allgemeinen Ökonomie versagt im Angesicht der beständig fetter werdenden Bevölkerung des kapitalistisch orientierten Westens. Der Takt des Arbeitszyklus schlägt sich nieder in der Akkumulation des eigenen Körpergewichts. Menschen werden selbst zu viel.

Die Feierabend-Diät richtet sich nicht an die Spitze der kapitalistischen Struktur, sondern an die Gruppen darunter: Fette BüroarbeiterInnen, fette ManagerInnen, fette irgendwas-Assistants. Die Zielgruppe des Buches ist leicht bis stark übergewichtig, lebt alleine und hat die große Karriere noch vor sich.
Konsequent sind die Zutaten für eine Person angeschrieben. Die Zeit für die Zubereitung liegt bei fast allen Gerichten zwischen 10 und 30 Minuten. Essen der Erschöpfen, Essen für die Erschöpften, jene die ihre Zeit noch brauchen, um sich für die nächsten Sitzung morgen vorzubereiten.

Die Feierabenddiät lässt so erklären: Ein ausgewogenes Frühstück, das richtige Mittagessen und am Abend das kleine Schlemmermenü. Dazwischen etwas Bewegung und den Tag über Gemüse aus einer mitgenommenen Plastikbox fressen. Wer die Wochenenden nicht mit dümmlichen Tennismatches gegen BürokollegInnen verbringen möchte, bekommt in der Feierabend-Diät auch Tipps für Fitnessübungen. Der Drei-Wochen-Power-Plan führt mit Tagesplänen und Rezepten aus dem Buch auf den Weg zum Erfolg!
Die Feierabend-Diät zeigt, wie sich der Widerspruch zwischen kapitalistischer Akkumulation und den gegenläufigen Abnahme von Leibesfülle prächtig auflösen kann.

Lässt man das Hintergrundkonzept außer Acht, bietet die Feierabend-Diät kochfaulen Menschen schnelle Rezepte für gesundes Essen.