The Cocka Hola Company

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Die Protagonisten von Matias Faldbakkens Roman The Cocka Hola Company haben eigenartige Namen: Casco, PapaHans, TipTop, Simpel oder Eisenmann. Nicht etwa sind diese Namen norwegisch, sie stellen das anarchistische Gegenstück zur oberflächlichen Welt aus Konsum und Glitzer dar. Faldbakkens Ensembe dreht Pornos und macht Skandalöses mit Ekligem. Die Figuren haben aufgegeben, die Welt verbessern zu wollen und möchten stattdessen ihr Leben nach selbst gestalten anarchistischen Prinzipien leben und nicht nach Regeln, die ihnen von der oberflächlichen Welt aus Konsum und Glitzer aufgezwungen wurden.

„Wenn in einem Buch nichts von Scheiße steht, dann ist das Kitsch.“, hat Hellmuth Karasek als Relikt des literarischen Quartetts erklärt. Literarischen Maßstäben hält der Text damit stand.

Wer der Coveraufschrift glaubt, hält mit The Cocka Hola Company das „libertäre Gegenbuch zu Michel Houellebecqs konservativen Beziehungsfibeln“ in den Händen. Dass Michel Houellebecqs Name damit am Cover steht, muss wohl als Zufall betrachtet werden. Der Name Michel Houellebecqs kam zu Faldbakken wohl wie die Jungfrau zum Kind. The Cocka Hola Company wäre vielleicht treffender mit Beavis und Butthead zu vergleichen: Man muss sich zu irgendeinem merkwürdigem Underground bekennen, um Gefallen daran zu finden. – Aber mit und nach Faldbakken weiß man: es gibt merkwürdige Menschen immer und überall.