Geisterjäger John Sinclair: Engelsgesicht

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Das Universum des Geisterjägers John Sinclair ist aus Romanen, Sammelbänden und wöchentlich erscheinen Groschenromanen zusammengesetzt. Die abertausenden Seiten wurden alle von Jason Dark verfasst; ein ehemaliges Verlagspseudonym vieler Personen und heute der Künstlernamen einer einzigen.
Die John Sinclair Bücher spielen weitgehend in London, ihre Hauptfigur ist John Sinclair, ein Inspektor von Scotland Yard, der vermutlich noch nie Deutschland betreten hat. Erfunden wurde alles von einem Autor aus Deutschland, der vermutlich noch nie England betreten hat (vgl. http://www.youtube.com/watch?v=9VMhLWu0iGY&t=2m33s). Das ist aber egal, weil Karl May war auch nie in Amerika und seine Geschichten über Amerika erfreuen sich großer Beliebtheit.

Der Geisterjäger John Sinclair trifft in dem Roman Engelsgesicht auf eine weibliche Kontrahentin, für die die ungarische Gräfin Elisabeth Báthory zum Vorbild stand. Diese reiht sich als Frau in die Reihe der sonst von Männern dominierten Gruppe der serial killers. Die historisch Gräfin Báthory hat im 17. Jahrhundert junge Mädchen in ihre Burgen gelockt, um sie dort nackt zu Tode zu foltern. Sie war die Inspiration für zahllose trashige Figuren, in Horror- und Sexfilmen. Die nackte Frau mit der Sense in Hostel II, die vielen Fotos mit lesbischer Vampirerotik und Andariel, eine Endgegnerin im Computerspiel Diablo II gehen auf Gräfin Báthory zurück.

Die Handlung des Romans ist schnell erzählt: Zwei junge Frauen wurden in London Opfer einer im Geiste von Elisabeth Báthory mordenden Frau, die sich mit dem Blut der Getöteten selbst verjüngen möchte. Die Sonderabteilung für Übersinnliches von Scotland Yard ermittelt an diesem Fall.
Auf gut 150 Seiten gibt es Grusel, Gewalt und Blut sowie ein gutes Ende, das auf den nächsten Roman hoffen lässt.