Fenster. Einblicke und Ausblicke

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Für Nostalgiker und Fenstergucker

Aus der Reihe „Die bibliophilen Taschenbücher“, die damals (Anfang der 80er) wohl ein hoch innovatives verlegerisches Unternehmen dargestellt hat, präsentieren wir den Band „Fenster“. Er besteht aus durchgängig farbigen, auf hochwertigem, glänzendem Papier gedruckten Fotos („Bildtafeln“, wie es damals hieß) von Fenstern aus zahlreichen europäischen Ländern. Jede Bildtafel wird durch einen kurzen Text bereichert. Am Ende des Bandes findet sich ein kluger, beinahe akademischer Essay über Fenster, der vieles von dem, was Cultural Studies heute sind, schon vorwegnimmt. Wie der ein oder andere Fensterrahmen hat auch dieses Buch schon bessere Zeiten gesehen: Vom Cover ist der Lack, äh, das Aufklebebildchen ab (liegt aber bei), der Leim hat sich vor einigen Jahren verabschiedet und so manche Bildtafel liegt lose, was sie aber geradezu für eine zweite Verwendung prädestiniert: Als kreative Lösung in Stammbüchern, selbstgemachten Kalendern, Heften und Inspirationsjournalen sowie als Postkarten oder einfach als Wanddeko.

Der Fotograf, dem man bei dem Bändchen noch eine gewisse Unsicherheit in der Kameraführung anmerkt, ist inzwischen aus seiner Sturm-und-Drang-Phase herausgewachsen und von zahlreichen Literarischen Kalendern und Literarischen Katzenkalendern bekannt. In diesem Buch lernt man ihn von einer anderen, weniger souveränen, mehr experimentellen Seite kennen. Und wenn Sie wissen wollen, zu welchem Bild so kreative Beschreibungen wie „Der prächtige Feldblumenstrauß im Steinguttopf ist ebenso dekorativ wie die graue Kartäuserkatze“ passen, müssen Sie uns das Büchlein wohl oder übel abkaufen.

Absolut unverzichtbar für Liebhaber der folgenden Dinge: Türen, Stiegen, Zäune (alle in der Reihe „die bibliophilen Taschenbücher“ erhältlich), geschnitzte Heiligenfiguren, Bildstöcke, gehäkelte Tischdeckchen.